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MUSIK & TANZRICHTUNGEN

Casino & rueda de Casino

Der Casino ist der wohl populärste Paartanz aus Kuba. Dieser hat sich aus den Einflüssen des Danzon, Son, Chachachá, Rock 'n' Roll ca in den 50er Jahren entwickelt und zeichnet sich durch kreisförmig laufende Bewegungen sowie durch eine spielerisch lebendige Dynamik zwischen den Tanzpartnern aus.

Die Bezeichnung "Casino" hat einen einfachen Ursprung: Früher ist man zum Tanzen zur Live-Musik kubanischer Orchester in die Casinos und Kabaretts gegangen und in der Mitte des 20 Jhd. in die "Casinos deportivos" (sog. soziale Zentren und "Tanzhallen"). 

Charakteristisch ist das Spiel zwischen beiden Tanzpartnern, das fließende vorwärts Laufen, die kreisförmigen Figuren und Drehungen, sowie Knotenfiguren.

Die "Rueda" (Spanisch: Rad) ist ein Casino Gruppentanz. Man geht davon aus das der Paartanz Casino aus der Rueda entstanden ist. Hier finden sich mehrere Paare in einer kreisförmigen Formation zusammen und tanzen auf Anweisung eines "Cantante" (Spanisch: Sänger) synchron die Figuren, die dieser ansagt. Die Figuren, Richtungen oder Partnerwechsel haben bestimmte Namen.

Vor allem ist Spontanität und Reaktionsfähigkeit gefragt. Der ständige Partnerwechsel und die spaßigen, dynamischen Figuren macht diese Art zu tanzen sehr beliebt.

 
 
 
Timba

Ab den 90er Jahren taucht der Ausdruck Timba zunehmend in der kubanischen „música bailable“ (Spanisch: Tanzmusik) zugleich mit dem Begriff "Salsa" auf. 

Issac Delgado (bekannter kubanischer Sänger) gab an, dass zu seinen Zeiten auf der Universität in den 70er Jahren junge Musiker von "Irakere", wie Chucho Valdés oder Arturo Sandoval, geheime Jazz-Sessions veranstaltet hätten, die dann "tocar timba“ oder "timbear“ genannt wurden.

Die Timba ist die Musik auf die wir seit den 90ern bis heute Casino/Salsa Cubana tanzen. Musikalische Grundstrukturen des Son Montuno, Songo oder Changüis werden weitergesponnen, durchbrochen und mit anderen Rhythmen vermischt. In einer Timba kann also rhymthische Muster aus der Rumba oder dem Afro vorkommen, es können auch Reggaetón Parts, Breaks und mehr integriert sein. 

Timba ist eine Musikrichtung und kein Tanz. Allerdings sprechen wir von "TImberas" und Timberos", die TänzerInnen, die die Musik interpretieren. Wenn ein Kurs so benannt ist, dann weil es hier um die musikalische Interpretation Solo und mit Partner geht.

Son Cubano

Der Son Cubano ist ein Musikstil und Tanz, der aus der Verschmelzung afrokubanischer Trommelrhythmen und der Gitarrenmusik spanischer Farmer im Osten

Kubas entstand. Zu den musikalischen Ursprüngen gehören der Bolero, Danzón, Punto und andere Einflüsse lateinamerikanischer Volksmusik. Charakteristisch ist der kubanische Tres (Gitarre), Bongos, Clave und später die Congas und der Bass. Später kommen auch andere Instrumente dazu.

 

Der Son ist für die Kubaner die Mutter aller Rhythmen und der Vorläufer der "Salsa". Durch Wim Wenders‘ Film „Buena Vista Social Club“ 1999 erlebte der Son eine späte Blüte und wurde im Ausland bekannt.
 

Getanzt wird der Son im "contratiempo", also betont auf die „8“ und die „4“ und wird, wie der verwandte kubanische Chachachá als klassischer Salontanz bezeichnet.

Der Son hat spezielle Figuren, Regeln und typische Element wie den Tornillo (Schraube) und Caídas (Fallfiguren). Zu erkennen ist der Tanz an seiner sehr aufrechten und eleganten Haltung, dem Spielen mit der Musik und einem sehr sinnlich anmutigem Ausdruck. 

 
Rumba Cubana

​Die afrokubanische Rumba entstand im 19. Jahrhundert in den Hafenstädten Havanna und Matanzas, sowie auf den Plantagen im ländlichen Raum. Durch die Mischung aus afrikanischem und spanischem Kulturgut entstand ein neues Genre; ein Komplex aus Perkussion, Gesang und Tanz, gegliedert in drei unterschiedliche Spielarten namens Yambú, Columbia und Guaguancó.

Der Rhythmus und gleichnamige Tanz "Guaguancó" ist der populärste und wird paarweise getanzt. In diesem Tanz geht es um das "Umwerben" und das Spiel zwischen Mann und Frau. Der Tanz stellt eine eher pantomimische Interaktion dar, bei der die Frau den Mann mit ihrer Weiblichkeit verführt und provoziert und der Mann mit verschiedenen Gestern "vacunao" (Impfung) genannt, versucht die Frau für sich zu gewinnen und sie versucht sich davor rechtzeitig zu schützen. 
 

Dieser "Flirt" und auch die Perkussion der Rumba überträgt sich stark auf die kubanische Timba Musik und somit auch auf die Entwicklung der tänzerischen Interpretation.

 
Bachata

Die Bachata ("Fest") kommt aus der dominikanischen Republik und hat sich aus Einflüssen des kubanischen Bolero & Son, sowie der mexikanischen und puertorikanischen romantischen Tríos und Conjuntos entwickelt. Seit den 70er Jahren kam der Begriff Bachata zum ersten Mal auf, welcher von Rafael Solano erstmals verwendet wurde. Er sprach dabei von den dominikanischen Boleros der 60er Jahre von Künstlern wie Jose Manuel Calderón, Edilio Paredes, Ramon Cordero & viele weitere.

 

 Lange Zeit galt die Bachata als Musik als Musik der armen Bevölkerungsklassen, da sie hauptsächlich in Bars und Bordellen in Santo Domingo gespielt wurde. In den 80er/90er Jahren wurde die Bachata durch Künstler wie Juan Luis Guerra und Aventura, auch international, immer populärer zu werden.

Die Liedtexte sind oft melancholisch und handeln von der Liebe oder der unerfüllten oder zerbrochenen Liebe, Betrug oder erlebtem Leid. Eine Bachata erkennt man musikalisch an folgenden Instrumenten: Bongos, Bass, Güira & hoch klirrenden Gitarre, Requinto genannt und eine weitere 2. Gitarre. 

 

Diese Gitarrenklänge werden im Tanz vor allem durch unterschiedlichste Schrittmuster interpretiert. Allgemein ist der Tanz sehr hüftbetont, sinnlich und spielerisch.

 
 
Reggaetón

Reggaetón ist eine Musikrichtung, die sich aufbauend auf Reggae, Hip-Hop, Merengue, lateinamerikanischen Musikrichtungen und elektronischer Tanzmusik zwischen den 80er & 90er Jahren vor allem in Panama und Puerto Rico entwickelt hat.

Der von einem Drumcomputer gespielte simple Grundrhythmus des Reggaeton ist im 4/4 Takt gehalten und im Prinzip eine der vielen Varianten des traditionellen Dancehall. 

Der Reggaetón hat sich über die Zeit in vielen Ländern, vor allem in Dom. Rep, Kuba, Panama, Puerto Rico, USA unterschiedlich weiterentwickelt. In den Texten handelt es meist von Kriminalität, Gewalt, Liebe, Sex, Tanz oder hat eine politisch-sozialkritsche Funktion, meist durchweg in spanischsprachigem Sprechgesang (Rap) gehalten.

Tänzerisch wird es auf sehr unterschiedliche Weise interpretiert. Im Grunde genommen wird der Körper auf verschiedene Weise zum Beat bewegt. Es gibt gängige Bewegungsmuster und viel Hüft- und Oberkörperbetonte Bewegungen. Einflüsse aus dem Hip Hop, Dancehall sind stark zu spüren. 

Reggaetón aus Cuba = Cubatón

Reggaetonstil aus Cuba = Reparto

Reggaetón aus der Dom. Rep. = Dembow

Reggaetón gemischt mit Salsa = Salsatón

Reggaetón gemischt mit Timba = Timbatón

Reggaetón mit Merengue = Merenguetón

Reggaetón mit Bachata = Bachatón