¡baila! social dance studio

Ariel López & Sofia de Endaya GbR

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Musik- & Tanzrichtungen

Von Salsa zu Timba

Salsa (spanisch „Soße“) ist eine Stilrichtung der lateinamerikanischen Musik, die in den 60er Jahren in den USA als Mischform mehrerer Stile aus dem karibischen Raum entstand.

Im nachrevolutionären Kuba war es unter kubanischen Musikern lange Zeit ungeschriebenes Gesetz, den Begriff „Salsa“ zu vermeiden. Salsa war aus kubanischer Sicht ein neokolonialistisches Werkzeug der US-dominierten Musikindustrie. Sozusagen von Nicht-Kubanern gespielte kubanische Musik. Nach drei Jahrzehnten der Polemik gegen die Salsa versuchten die staatlichen Behörden nun den Begriff für ihre eigenen Zwecke zu verwenden und an den internationalen Bekanntheitsgrad anzuknüpfen.

Ab den 1990er-Jahren taucht der Ausdruck Timba zunehmend in der kubanischen „música bailable“ (span.: Tanzmusik) zugleich mit dem Begriff Salsa auf. Issac Delgado (bekannter kubanischer Sänger) gab an, dass zu seinen Zeiten auf der Universität in den 1970er-Jahren junge Musiker von 

"Irakere", wie Chucho Valdés oder Arturo Sandoval, geheime Jazz-Sessions veranstaltet hätten, die dann "tocar timba“ oder "timbear“ genannt wurden. Timba wurde in Kuba auch schon seit Jahrzehnten als Synonym für Rumba verwendet.

 

Die Bezeichnung Timba sollte der kubanischen Salsa eine eigene Identität verschaffen, was von vielen kubanischen Musikern durchaus begrüßt wurde.

Timba beruht wie Salsa formal meist auf der Grundlage des Son montuno, bei dem ein erster, melodischer Teil (meist Strophen („estribillo“) und ein Refrain) vom Montuno, einem als Steigerung empfundenen, von Improvisation und der Wiederholung kürzerer Abschnitte bestimmtem Teil, gefolgt wird. Doch während Salsa grundsätzlich auf der Son-Clave beruht und der Bass in der Regel auf der 2+ und 4 spielt, ist Timba für andere „time lines“ offen. Die Regel dürfte eine 3-2 Rumba-Clave sein, zu der der Bass („cantando“) oder Funk-beeinflusste Figuren spielt.

Beispiele für musikalische Vertreter der Timba: Charanga Habanera, NG la Banda, Los Van Van, Pupy y los que son son, Bamboleo, etc.

„Im heutigen Kuba spielen wir die Musik anders und niemand weiß, wie man es nennen soll. Die Leute tanzen anders und es gibt keinen Namen dafür, also nennen wir es Timba. Es gab früher eine Zeit, als wir den Begriff ‚Salsa‘ wegen der internationalen Situation akzeptieren mussten. Zu der damaligen Zeit waren wir in der Defensive, aber nun sind wir in der Offensive und wir können sagen: ‚Nein, das ist nicht, was wir machen. Wir bewegen uns irgendwo zwischen traditionellem Son und Salsa."

 

(Juan Formell 1997 auf einer Pressekonferenz zu seinem neuen

Album "Te pone la cabeza mala")

„Die Timba ist ein Genre, nach dem der kubanische Tänzer verlangt hat, das Ergebnis einer Entwicklung, die vor über hundert Jahren mit dem Danzón begann und jetzt Timba genannt wird, aber während all dieser Jahre verschiedene Stile und verschiedene Wege durchlaufen hat, und auch verschiedene Betrachtungsweisen der Musik, Art und Weisen zu tanzen, zu fühlen und – wie wir in Kuba sagen – zu ‚guarachen‘ (span.: ‚genießen, feiern‘).“

(Giraldo Piloto, ehemaliger Perkussionist von NG La Banda und jetzt Musikdirektor von seiner eigenen Gruppe Klimax, 2001 in einem Interview)

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Timba_(Musikstil)

Casino (Salsa Cubana)

Der Casino (Salsa Cubana) ist der wohl populärste Paartanz aus Kuba. Dieser hat sich aus dem kubanischen Son entwickelt und zeichnet sich durch kreisförmig laufende Bewegungen sowie durch eine spielerisch lebendige Dynamik aus.

Die Bezeichnung "Casino" für den kubanischen Salsa-tanz hat einen einfachen Ursprung: Früher ist man zum tanzen ist die vornehmen Casinos und Kabarets gegangen und in der Mitte des 20 Jhd. in die "Casinos deportivos" ("Tanzhallen").

Das Spiel zwischen Mann und Frau zeichnet sich vor allem durch Aktion und Reaktion in der Führung aus. Charakteristisch ist das kreisende Laufen und Drehungen sowie Knotenfiguren auch in gelaufener Form.

Rueda de Casino

 Die Rueda (span.: „Rad“), ist ein Salsa/Casino Gruppentanz. Hier finden sich mehrere Paare in einer kreisförmigen Formation zusammen und tanzen auf Anweisung eines Cantante ("Sänger") synchron die Figuren, die dieser ansagt. Vor allem ist Spontanität und Reaktionsfähigkeit

gefragt. Der ständige Partnerwechsel und die spaßigen, dynamischen Figuren macht diese Art zu tanzen sehr beliebt.

Son Cubano

Der Son Cubano entstand aus der Verschmelzung afrokubanischer Trommelrhythmen und der Gitarrenmusik spanischer Farmer im Osten

Kubas. Zu den musikalischen Ursprüngen gehören der Bolero, Danzón, Punto und andere Einflüsse lateinamerikanischer Volksmusik. Charakteristisch ist die Gitarre und die Clave, sowie Congas und Bass, welche den "contratiempo" (Synkope; "gegen die Zeit") betonen. Der Son ist für die Kubaner die Mutter aller Rhythmen und der Vorläufer der "Salsa". Durch Wim Wenders‘ Film „Buena Vista Social Club“ 1999,

erlebte der Son eine späte Blüte und wurde im Ausland bekannt.

 

Getanzt bzw. betont wird Son auf die „8“ und die „4“ und wird wie der verwandte kubanische Chachachá als klassischer Salontanz bezeichnet.

Zu erkennen ist der Tanz an seiner sehr aufrechten und eleganten Haltung, dem Spielen mit der Musik und einem sehr sinnlich anmutigem Ausdruck. Die typischsten Merkmale eines Son-tanzes sind die Fallfiguren, "Caídas" genannt, und der „Tornillo“ (Schraube).

Rumba Cubana 

Die afrokubanische Rumba entstand im 19. Jahrhundert in den Hafenstädten Havanna und Matanzas sowie auf den Plantagen im ländlichen Raum. Durch die Mischung aus afrikanischem und spanischem Kulturgut entstand ein neues Genre; ein Komplex aus Perkussion, Gesang und Tanz, gegliedert in drei unterschiedliche Spielarten namens Yambú, Columbia und Guaguancó.

Der Rhythmus und gleichnamige Tanz Guaguancó ist der populärste und wird paarweise getanzt. In diesem Tanz geht es um das "Umwerben" und das Spiel zwischen Mann und Frau. Ohne sich zu berühren stellt der Tanz eine eher pantomimische Interaktion dar, bei der die Frau den Mann mit ihrer Weiblichkeit versucht zu provozieren und der Mann mit verschiedenen Gestern, vacunao ("Impfung") genannt, versucht die Frau für sich zu gewinnen. 

 

Dieser "Flirt" und auch die Perkussion der Rumba überträgt sich stark auf die kubanische Timba Musik und somit auch auf die Entwicklung

des Tanzes.

Bachata Dominicana

Die Bachata ("Fest") hat sich aus Einflüssen des kubanischen Bolero & Son, Merengue (Dom.Rep.) sowie der mexikanischen und puertorikanischen romantischen Tríos und Conjuntos entwickelt. Seit den 60er/70er Jahren spricht man von der Bachata, welche zuerst in den Bars und Bordellen in Santo Domingo gespielt wurde und als Musik der armen Bevölkerungsklassen galt. In den 80er/90er Jahren wurde die Bachata immer populärer, auch international, geprägt durch Künstler wie Juan Luis Guerra. Die Liedinhalte sind melancholisch und handeln oft von der Liebe oder der unerfüllten Liebe, Betrug oder Leid.

Eine Bachata erkennt man musikalisch an folgenden Instrumenten: Bongos, Bass & hoch klirrenden Gitarren. Diese Gitarrenklänge werden im Tanz vor allem durch unterschiedlichste Schrittmuster interpretiert. Allgemein ist der Tanz sehr hüftbetont, sinnlich und spielerisch.

Der dominikanische Stil ist bekannt für die "Fußarbeit", welche die Hüftbewegungen zusätzlich verstärken. Es geht weniger um Figuren, sondern mehr um das Spiel der Füßen miteinander.

Quelle: https://es.wikipedia.org/wiki/Bachata